THC-Nachweisrechner
Schätze ab, wie lange THC in Blut, Urin und Haaren nachweisbar sein könnte
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MPU-Relevanz
Seit dem KCanG (in Kraft 22.08.2024) liegt der THC-Grenzwert nach § 24a Abs. 1a StVG bei 3,5 ng/ml aktivem THC im Blutserum. Wer darüber liegt und fährt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Aktives THC ist nach einmaligem Konsum typischerweise nach 6–24 Stunden unter diesem Wert. THC-COOH bleibt deutlich länger nachweisbar und dient dem Nachweis vergangenen Konsums. Bei einer MPU wegen Cannabis wird in der Regel ein Abstinenznachweis von 6–12 Monaten gefordert.
Termin steht schon?
Übe das Gespräch, bevor es zählt: ein vollständiger Durchgang mit einem Gutachter, der nachhakt — danach eine ehrliche Auswertung.
Alles zur THC-Nachweisbarkeit
Wie THC abgebaut wird, was die Rechtslage sagt und ab wann Cannabis zur MPU führt.
Wie wird THC abgebaut?
Aktives THC (Δ9-THC) erreicht innerhalb weniger Minuten nach dem Rauchen den Blutkreislauf. Die Halbwertszeit im Plasma beträgt nach einmaligem Konsum etwa 1–4 Stunden, doch das im Fettgewebe gespeicherte THC wird über Tage bis Wochen freigesetzt. Der Metabolit THC-COOH (Carboxy-THC) hat eine Halbwertszeit von 1–6 Tagen bei Gelegenheitskonsumenten und bis zu 5–13 Tagen bei chronischen Konsumenten. Deshalb können regelmäßige Konsumenten auch Wochen nach dem letzten Konsum noch positiv getestet werden, während Gelegenheitskonsumenten meist nach 3–7 Tagen clean sind.
Rechtlicher Rahmen: 3,5 ng/mL
Seit dem Cannabisgesetz (KCanG, in Kraft seit 22.08.2024) ist Fahren mit 3,5 ng/mL oder mehr aktivem THC im Blutserum eine Ordnungswidrigkeit nach § 24a Abs. 1a StVG. Vorher galt der analytische Nachweisgrenzwert von 1,0 ng/mL als rechtliche Schwelle. Der neue Wert entspricht jenem Niveau, ab dem nach empirischer Forschung eine messbare Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit zu erwarten ist. Mischkonsum mit Alkohol bleibt strikt untersagt — hier gilt faktisch eine 0,0-Grenze.
Wann führt Cannabis zur MPU?
Eine MPU kann angeordnet werden bei: einmaligem Verstoß über dem 3,5 ng/mL Grenzwert, wiederholten Auffälligkeiten oder dem Nachweis regelmäßigen Konsums in Verbindung mit Verkehrsverstößen. Der Gutachter ordnet den Fall einer von vier Hypothesen zu (D1–D4). In den meisten Fällen wird ein Abstinenznachweis von 6–12 Monaten verlangt (Urinprogramm, Haaranalyse oder beides). Hypothese D4 fordert Trennvermögen zwischen Konsum und Fahren, keine vollständige Abstinenz. Den kompletten Überblick zur Rechtslage nach KCanG findest du in unserem Cannabis & MPU 2024 Hub.
Praktische Tipps nach der Cannabis-Legalisierung
- Legaler Besitz schützt deinen Führerschein nicht — der 3,5 ng/mL Grenzwert gilt unverändert.
- Bei Gelegenheitskonsum mindestens 8–12 Stunden zwischen letztem Konsum und Fahren einplanen; tägliche Konsumenten sollten ohne sauberen Bluttest gar nicht fahren.
- Körperfett speichert THC — schlanke Personen bauen schneller ab. Der Schieberegler im Rechner berücksichtigt das grob.
- Haartests weisen Konsum bis 3–6 Monate zurück nach. Färben oder Bleichen verschleiern das nicht zuverlässig.
Häufige Fragen
Was du zu THC, dem Cannabisgesetz und der Cannabis-MPU wissen solltest.